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Skulptur Aufbruch

Aus einer Körperabformung ist die Skulptur Aufbruch entstanden

  1. ohr.jpg I. Das Thema der Körperabformung, ein Mittel, das mir u.a. durch den Künstler Kienholz bekannt war, begann für mich interessant zu werden, als ich mich im letzten Jahr intensiv mit mir selbst und meiner Körperlichkeit auseinandersetzte. Bald entstand die Idee als Schularbeit eine Skulptur anzufertigen.

    Dann kommen wir mal zur Sache: ...

    hand.jpg Doch bevor meine Pläne in die Tat umgesetzt werden konnten mussten noch einige Vorversuche gemacht werden um das nötige handwerkliche Geschick für ein größeres Projekt wie dieses zu erlangen. Das Abformen einer kleinen Körperstelle mit Alginat und Gipsbinden war der erste Versuch. Dabei wurde schnell klar was für die Fertigung einer derartigen Skulptur alles nötig war.

  2. bine-aufbruch1.jpg II. Die Skulptur sollte mich in meinem derzeitigen Lebensstadium darstellen. Mich, die ich mich am Ende meiner Schullaufbahn befinde, deren Zeit, behütet von Elternhaus und Schule, nun vorrüber gehen wird - ein weinendes Auge. Dennoch ist es ein notwendiger Schritt, den ich gern tue. Ein Schritt in Richtung Selbstständigkeit, hin zu einem selbstbestimmten, wenn auch ungewissen, Leben.

  3. bine-aufbruch2.jpg III. Befreit von Körperbehaarung und mit ein wenig Leinöl eingerieben lag ich dann Modell für die Abformung einer Halbschale. Durch das Aufstreichen von nassen Gipsbinden entstand eine meinem Körper entsprechende Negativform. Der Kopf wurde zuerst noch ausgespart/weggelassen. Natürlich konnte ich dies nicht allein machen und so half mir Achim Merath ein guter Freund bei der Abnahme der Körperabformung. Das Projekt brachte Nadine und Achim, zwei mit mir befreundete Künstler und mich auf die Idee enger zusammenzuarbeiten um uns der dreidimensionale Kunst und Körperabformungen verbunden mit der Malerei, professioneller zu verschreiben. Dabei entstand unser Künstlerteam Marmorial http://marmorial.de. Nach einer längeren Trocknungsphase spachtelte ich mit Feinspachtel auf Gipsbasis die stellenweise vorhandene Porenstruktur der Gipsbinden aus.

  4. bine-aufbruch3.jpg IV. Nach einer weiteren Trocknungsphase konnte ich die entstandene Negativform mit Trennmittel auf Wachsbasis ausstreichen. Nun begann die eigentliche Arbeit. Mit einer zwei komponentigen akrylbasierenden Masse wurde nun die Form in mehreren Schichten ausgestrichen. Dann wurde zur Stabilisierung mit Epoxid eine drei lagige Schicht Glasfasergewebe auflaminiert. Nach weiterem Warten konnte der fertige Abguss schließlich aus der Gipsform befreit werden.

  5. bine-aufbruch4.jpg V. Nachdem die Figur selbst vollständig von den Gipsformresten befreit worden war, wurde sie auf einem Rahmen befestigt. Den Rahmen machte ich aus 2 Dachlatten (2m) und 3 Streifen Dämmplatten (5cm x 15 cm x 125cm), auf welchen nun Putzgewebe und Drahtgitter aufgetackert wurden. Die Befestigung der Figur wurde mittels Gipsbinden bewerkstelligt. Darauf folgte das Modelieren des Hintergrundes. Auch hierbei kamen Gipsbinden und zusätzlich Alufolie, als raumgebendes Element, zum Einsatz. Auf diese Grundsubstanz wurde dann in Spachteltechnik weitere Gipsschichten aufgebracht und mit einem Pinsel verstrichen. Die Ansatzstelle für den Kopf wurde weiterhin freigelassen.

  6. bine-aufbruch-kopf.jpg VI. Die Anfertigung des Kopfes war von Anfang an als separates Element eingeplant. Gründ dafür war schon allein die notwendige Luftzufuhr und die damit erhöhte Komplexitität der Abformung. Des weiteren sollte ja gerade im Bereich des Gesichtes die Abformung möglichst genau sein. Auf den Kopf wurde ein speziell für Körperabformung ausgelegtes 2 komponentiges Silicon aufgestrichen und mit einer Stützform versehen. VII Der Abguss an sich wurde in der gleichen Art wie der des Körpers der Figur ausgeführt. An ein paar Stellen war noch etwas Nacharbeit nötig.

  7. relief_sabine.14s.jpg VIII Der Kopf wurde mittels Draht und Gipsbinden am Körper fixiert um dann ebenfalls mit 2 K Acrylmasse rund herum entsprechend meinen Vorstellungen modeliert zu werden. Anschließend konnte auch der Hintergrund grob fertig gestellt werden. Nun wurde immer eine dünne Schicht gipsbasierende Feinspachtelmasse aufgetragen um sie anschließend durch viel Schleifen in die gewünschte Form zu bringen. Ein Vorgang der oft wiederholt werden musste um zum Ziel zu führen.

  8. bine-aufbruch-hell.jpgDie Haare wurden danach mittels Feinspachtelmasse modeliert. Noch etwas Feinarbeit und die Statue war bereit für die Lackierung

  9. bine-aufbruch-fertig1.jpg IX Auf den Betrachter sollte die entgültige Skulptur wie gegossenes Kupfer, teilweise geschliffen, wirken. Hierzu wurden Kupferpigment Kupferpulver grün oxidiert Kupferoxidschwarz Terra Pozzouli Eisenoxidglimmer als Pigmente für den Epoxidlack verwendet Diese mehrschichte Effektlackierung kommt orginal Kupferguss doch recht nahe.

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